Zielsetzung
Die Erhaltung und Renovierung des Schlosses Senden sowie die öffentliche und gemeinnützige Nutzung als kulturelle Einrichtung sind die zwei Hauptziele der Initiative Schloss Senden, zu der sich im Oktober 2007 Sendener Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen haben.
Das zur Zeit weder bewohnte noch genutzte Schloss Senden befindet sich in Privatbesitz. Seit Jahren sind die Eigentümer auf der vergeblichen Suche nach Investoren. Bis heute hat sich niemand gefunden, der das Schloss erwerben und einer neuen Nutzung zuführen möchte, da eine privatwirtschaftliche Nutzung aufgrund der hohen Investitionskosten nicht rentabel sein dürfte. Ohne öffentliche Fördermittel werden diese Kosten für Erwerb, Sanierung und Umbau kaum zu tragen sein, zumal das Schloss durch den langjährigen Leerstand bereits erheblichen Schaden genommen hat.
Die Initiative Schloss Senden hat sich zum Ziel gesetzt, das historisch wertvolle Schloss zu retten und einer neuen Nutzung als öffentlicher Ort für Kunst und Kultur zuzuführen.
Um realistische Aussichten auf öffentliche Förderung haben zu können, ist ein schlüssiges, vorrangig gemeinnütziges, vor allem aber auch wirtschaftliches Konzept zu erstellen. Dabei wird an eine Mischform aus Kultur (Kulturinstitutionen, kulturelle Fortbildung, Werkstätten, Ausstellungsräume, Museum, Konzert- und Theaterbühne, Heimatverein etc.), Tourismus (Gastronomie, Übernachtung, Erlebnisräume etc.), kommerzielle Vermietungen (Tagungs- und Seminarräume, Veranstaltungen und Familienfeiern etc.) und Verwaltung (Kulturamt, Tourismusbüro, Standesamt und Trauzimmer etc.) gedacht.
Die Vorstellungen der Initiative Schloss Senden darüber, wie das Schloss in öffentlichen Besitz übergehen und so der Öffentlichkeit zugänglich gehalten werden soll, sehen Finanzierungswege vor, die bei Erfüllung aller Voraussetzungen das Erreichen der gesteckten Ziele realistisch erscheinen lassen.
Eine mögliche Lösung könnte sein, das Schloss mit öffentlichen Mitteln der Städtebauförderung zu erwerben, zu sanieren und mit weiteren Mitteln des Denkmalschutzes zu restaurieren. Die Wiederinstandsetzung des Schlosses könnte mit Zuschüssen von bis zu 80% gefördert werden, wobei der notwendige Eigenanteil von mindestens 20% vom Projektträger aufzubringen ist - immer vorausgesetzt, dass das Schloss im öffentlichen Besitz und seine zukünftige Nutzung zumindest in Teilen von überregionaler Bedeutung ist.
Um die Finanzierungslücke zu schließen, bemüht sich die Initiative Schloss Senden um private Investoren und Institutionen, die im Rahmen des Gesamtkonzepts Teilbereiche des Schlosses kommerziell nutzen können und sich finanziell an der Gesamtinvestition beteiligen.
Darüber hinaus arbeitet die Initiative an einem Nutzungskonzept für das Schloss Senden vor allem für die Zeit nach einer erfolgten Renovierung. Dieses Konzept muss sowohl den kulturellen und gemeinnützigen Ansprüchen der Initiative gerecht werden, als auch wirtschaftliche Tragfähigkeit beweisen, um der Gemeinde Senden als möglicher zukünftiger Eigentümerin Folgekosten zu ersparen bzw. diese in einem tragbaren Rahmen zu halten.
Gemeinnützige kulturelle sowie kommerzielle Nutzungen müssen in ausgewogener Weise miteinander verbunden werden.