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Leserbrief

Mit Verwunderung musste ich letztens eine Veröffentlichung der Mehrheitsfraktion des Sendener Gemeiderates zum Thema Schloss Senden  zur Kenntnis nehmen: „…es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um diesem Teil der Sendener Geschichte gerecht zu werden. Platz für Träumer und Erbauer von Luftschlössern ist dabei aber nicht vorhanden; diesem Ansinnen kann nur eine klare Absage erteilt werden.“.                    Hierbei frage ich mich, auf wen diese Zuschreibung eigentlich zutreffen soll, ob und wann dieses Ansinnen von Träumern und Luftschlosserbauern schon einmal dem Gemeinderat begegnet sein sollte. Die „Initiative Schloss Senden“ möchte klarstellen, dass sich die für den Erhalt des Schloss Senden engagierten Bürgerinnen und Bürger in jahrelanger intensiver „Kleinarbeit“ über die Chancen und Risiken eines wiederhergestellten Schloss Senden informiert und darüber recherchiert haben. In unseren zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen mit der Landesregierung, dem Regierungspräsidenten, der Regionale 2016-Leitung, der oberen Denkmalbehörde oder mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz haben wir eine sachliche, differenzierte, bürgernahe und realistische Plattform entwickelt, die eine transparente (!) Abwägung aller sachlichen Argumente – ob pro oder contra -  ermöglicht.

Welche Vorgaben hat die Sendener Politik hierzu gemacht? Wo sind ihre Anstrengungen, der Sendener Geschichte gerecht zu werden? Ist die öffentliche Diskussion nicht schon im Vorfeld durch rigorose Stellungnahmen („kein Geld für das Schloss“) im Keim erstickt worden? Die „Initiative Schloss Senden“ hat sich von Beginn an auf eine Kosten-Nutzung-Struktur orientiert, solche Konzepte für das Schloss zu entwickeln, die für Senden einen Mehrwert und kein finanzielles Desaster bedeuten. Wer das überprüfen wollte, kann sich gerne mit VertreterInnen der „Initiative Schloss Senden e.V.“ in Verbindung setzen oder unsere Aktivitäten auf der homepage www.schloss-senden.net verfolgen. Wir wollen, dass die Auseinandersetzung um das Schloss Senden nicht nur eine Frage von bloßem Meinungsbild oder einer Parteizugehörigkeit sein sollte, sondern vor allem eine differenzierte Abwägung sämtlicher Argumente bzw. Lösungsansätze, die zu einer verantwortungsvollen politischen Entscheidung führen können. Deshalb würden wir gerne alle Fraktionen des Sendener Rats zur Mitarbeit an einem Runden Tisch einladen, die vielfältigen Möglichkeiten mit den dazugehörigen Risiken für das Schloss Senden durchzuarbeiten und zu diskutieren. Wäre das nicht ein guter Vorsatz für 2012? Dann werden hoffentlich auch keine Missverständnisse mehr entstehen, die man auch allzu leicht als Diffamierung verstehen könnte.

Trutz Bieck ( Vorstand Initiative Schloss Senden e.V.)

(veröffentlicht in den WN am 24.12.2011)

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