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Zuschrift zum Leserbrief der ehemaligen CDU-Ratsmitglieder Gerd Gebauer und Karl Täger  (Westfälische Nachrichten vom 31.Dezember)

Die von den Herrn Gebauer und Täger angefügte Bemerkung zu dem von mir vorgeschlagenen Runden Tisch über die Zukunft des Schloss Senden zeugt von einer sehr fragwürdigen politischen Kultur, schon im Vorfeld die Bedingung zu stellen, nämlich dass man diesen Runden Tisch nur dann für begrüßenswert hielte, „wenn außer der öffentlichen Hand sich weitere Teilnehmer und Nutzer finden, die bereit sind, sich an den Investitions- und Folgekosten angemessen zu beteiligen“(Zitat).Reichen zu einem ersten Meinungsaustausch die Ratsfraktionen und engagierten oder interessierten Sendener Bürgerinnen und Bürger nicht aus?  Aus welchem Sack sollten die künftigen Nutzer denn gezaubert werden, wenn es in den politischen Reihen noch keine annähernd konkreten Vorstellungen von tragfähigen Nutzungsmöglichkeiten gibt? Und wird das bürgerschaftliche Engagement nicht schon im Keim erstickt, wenn die Teilnahme am Runden Tisch direkt mit einer Beteiligung an den Investions- und Folgekosten in Verbindung gebracht werden soll? Wie kann unter diesen Bedingungen eine öffentliche und demokratische Diskussion überhaupt entstehen? Der Einwurf der Herrn Gebauer und Täger belegt die Unkenntnis über den Stand der derzeitigen Diskussion, dass außer einer Suche nach privaten Investoren, die nach über zehn Jahren immer noch erfolglos geblieben ist, auch über weitere Nutzungs- und Finanzierungsmodelle nachgedacht wird, insbesondere über eine öffentliche Nutzung, welche auf Fördermittel von Kreis, Land, Bund und ggf. Europa zurückgreifen könnte. Wer hierzu nichts weiß bzw. hierüber nicht diskutieren will, wird auch nichts zu einer politisch verantwortungsvollen Lösung beitragen können, was die Zukunft des Sendener Schlosses angeht.

Trutz Bieck

(Vorstand Initiative Schloss Senden e.V.)

 (in den WN veröffentlicht am 6.1.2012)

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