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SENDEN

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Schloss Senden  -  ab in die Gräfte?                                                              Schloss Senden  -  reif für die Abrissbirne?

Die Initiative Schloss Senden sagt  NEIN.    Und dies sind ihre Gründe:

Ein Ort ohne historisches Gedächtnis

Unser Dorf hat viele neue Bauten: ganze Stadtviertel, Straßenzüge, Parkplätze, Wohnhäuser, Ladenlokale, Sporthallen, die Steverhalle, eine Kirche, das Rathaus. Aus der Vergangenheit ist Weniges übrig geblieben. Senden hat seine Geschichte schon fast verloren.

Allein die ehemalige Zollstation, die St. Laurentius-Kirche, das Pastorat und das Schloss können dem als Orientierungshilfe dienen, der nach langer Abwesenheit sein Heimatdorf einmal wieder besucht.

Um Pastorat und Kirche müssen wir wohl nicht fürchten; das Los des alten Zollhauses ist z.Zt. ungeklärt. Das Bauwerk aber, dessen Wurzeln von allen Gebäuden des Ortes am tiefsten in die Vergangenheit reichen, das Schloss also droht für Senden verloren zu gehen. So oder so  -  entweder durch Verfall oder durch Verkauf an Investoren, die sich ein lohnendes Objekt  davon versprechen. Sie würden es daher abreißen und an seiner Statt eine gewinnbringende Anlage errichten, oder sie würden es bis zur Unkenntlichkeit baulich verändern.

Ein Ort ohne Mittelpunkt für gelebte Kultur

Unser Dorf hat inzwischen über 20.000 EinwohnerInnen. Sie leben überwiegend in einiger Entfernung vom Innenort  in ihren schmucken Neubauvierteln, empfinden  -  vielleicht  - allmählich  ein Heimatgefühl für ihr Viertel, doch sie haben keinen Grund, darüberhinaus auch  Gemeinsinn für Senden zu entwickeln. Wie anders könnte das sein  -  verfügte Senden über einen Punkt, der vielfältige Betätigungsmöglichkeiten, Interessen und Kommunikationsbedürfnisse seiner Bürgerschaft  bündeln würde !   Wo ist der identitätsstiftende Ort, das Bürgerhaus,  in dem wir Konzerten und Vorträgen lauschen können, in dem wir Familienfeste feiern, kunsthandwerkliches Wirken beobachten, selber unsere musischen Talente üben können, in dem der Heimatverein uns die Geschichte unseres Dorfs veranschaulicht ?

Ein Ort mit einem verkannten Schatz

Schloss Senden ist ein großer, wertvoller Schatz. Zugegeben, er weist zwei bedenkliche Schönheitsfehler auf:  Er hat seinen Glanz längst eingebüßt und ist dem Verfall nahe, und er ist nicht Sendens Eigentum.  Doch Senden könnte ihn erwerben. Überörtliche Sachverständige aus den Bereichen Kulturgeschichte, Denkmalpflege und Denkmalschutz, aus den zuständigen Kreis-, Bezirks- und Landesbehörden raten seit langem zu, sagen fachliche und finanzielle Unterstützung zu, ja, sie drängen Senden förmlich, diesen verkannten Schatz endlich zu heben. Geld aus infragekommenden Fördertöpfen für die Restaurierung des Schlosses kann nicht ein Privateigentümer und nicht eine Interessengemeinschaft beantragen und bekommen, sondern nur die Kommune. Und sie kann einer befürchteten finanziellen Überbelastung aus dem Wege gehen, indem sie die Liegenschaft dann an einen zu gründenden Verein oder eine  Bürgerstiftung weitergibt.

Ein Ort, der ein Stück seiner Geschichte zurückerobert

Das genau ist der Weg, den viele andere Städte und Dörfer vor uns gegangen sind, um ein altes, wertvolles Gebäude, eine Fabrikhalle oder dergleichen vor Abriss oder Verfall zu retten. Und diesen Weg möchte auch die Initiative Schloss Senden einschlagen. Sie hat aus den Beispielen  anderer vergleichbarer Projekte erfahren:  Dieser Weg führt nicht allein zum Bewahren und Wiederbeleben von Baudenkmälern. Er bringt auch starke lokalökonomische Impulse mit sich: Die umfangreichen Restaurierungsarbeiten werden der  Bauwirtschaft des Umlands und seinen Handwerksbetrieben umfangreiche Aufträge bescheren. Das Schloss, als Ort gelebter Kultur, wird zum Magneten werden, der auswärtige Gäste  -Teilnehmer an Workshops, Symposien, kulturellen Veranstaltungen -  und Touristen anziehen wird.  Und eine weitere Erfahrung, die andere Orte gemacht haben: Der Weg bereichert die lokale Zivilgesellschaft, er stärkt den Gemeinsinn, er fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt, er ist identitätsstiftend. 

Liebe Sendenerin, lieber Sendener,

Sie wissen nun, was (nicht nur) in unseren Augen dafür spricht, das Schloss für Senden zu erwerben und für die Bevölkerung nutzbar zu machen. Sie können sich denken, dass ein hohes Maß an Ausdauer, Kreativität, Kraft, Zeit und Geld nötig ist, das Ziel zu erreichen. Die Initiative Schloss Senden bittet Sie herzlich und dringend um Ihre Unterstützung; werden Sie unser Mitglied und / oder beteiligen Sie sich an unserem Vorhaben mit ein wenig von Ihrer Zeit, Ihren Ideen, Ihren Kenntnissen, Ihrem Geld. 

Initiative Schloss Senden e.V.,  Sparkasse Westmünsterland, BLZ 401 545 30, Kto-Nr. 35412071

initiative@schloss-senden.net    www.schloss-senden.net

v.i.S.P.  Initiative Schloss-Senden e.V.

Zwei Limericks

Schloß Senden

Die Ratsleut  – wie sparsame Schwaben –,

die wollten das Schlößchen nicht haben.

Sie wollten viel Geld lieber spenden

für sportliche Hallen in Senden.

Fast fiel schon das Schloß in den Graben.

 

 

Aber dann....

Ein paar Verrückte in Senden,

die ließen das Schloß nicht verenden.

Sie mischten ganz Senden auf.

Drum entschloß sich der Rat zum Kauf.

So ließ sich das Schicksal doch wenden.

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